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JARMUSCHEK + PARTNER
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ELMAR HAARDT

 

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ELMAR HAARDT
LAND OF DREAMS – NEW IMAGE(S)

24. Juni–22. Juli 2017
Eröffnung: Freitag, 23. Juni 2017, 18–21 Uhr

Abb.: Elmar Haardt, Las Vegas, 2017,  C-Print, Diasec, 200 x 245 cm

 
 

Kein anderes Land stand bisher so unverwechselbar für die Verwirklichung von Träumen und die schier unbegrenzten Möglichkeiten wie die Vereinigten Staaten von Amerika. Der Künstler Elmar Haardt (geb. 1974 in Essen) setzt sich in seiner neuen fotografischen Serie mit dem fragilen Status des Land of Dreams auseinander. Auftakt der Serie bilden zwei großformatige Arbeiten (je 200 x 245 cm), die im Februar dieses Jahres in Los Angeles und Las Vegas entstanden sind. Erstmals wird in der Galerie Jarmuschek + Partner neben diesen beiden Werken ein neues Bild präsentiert, das soeben in New York aufgenommen wurde.

Elmar Haardt arbeitet mit einer speziellen Aufnahmetechnik: Seine Bilder setzen sich aus mehreren analogen Großbild-Dias zusammen, die er mithilfe digitaler Scans zu einer neuen Art Panorama-Ansicht zusammenfügt. Dieser technische Aufwand führt zur einer außergewöhnlichen Verdichtung der visuellen Bildinformationen. Das Motiv wirkt trotz der überbordenden Menge an sichtbaren Details geordnet und wie bei einem Filmstill dem Fluss der Zeit entnommen.

Ähnlich den Reisefotografen und Naturforschern des 19. Jahrhunderts steht der Künstler mit großer Kamera in der einsamen Landschaft. Wo in der Realität mit dem bloßen Auge nur jeweils eine Ebene präzise erfassbar ist, überraschen Elmar Haardts Aufnahmen mit einer hochaufgelösten Tiefenschärfe, die sich über das gesamte Landschaftsbild erstreckt. Vergleichbar mit der Bildwirkung und malerischen Ästhetik von Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“ (1808/1810) evozieren die Fotografien ein Gefühl des „Hinsehenmüssens“ und „Hineingezogenwerdens“. In einer Zeit, in der Bilder immer flüchtiger entstehen und immer beiläufiger konsumiert werden, lassen Haardts Aufnahmen den Betrachter innehalten und fordern ihn zum intensiven Hinsehen auf – eine bewusste visuelle Überforderung und gleichzeitige Ausweitung bestehender Wahrnehmungsgrenzen.

Elmar Haardts neuen Arbeiten (New Images) gelingt ein anderer Blick auf diese so typischen Städte der USA, der über das im Wandel begriffene Image (New Image) des Landes nachdenken lässt. Haardt zeigt nicht die glamouröse Seite dieser Orte, trotzdem sind seine unaufgeregten Übersichten äußerst imposant. Er entwirft fotografische Tableaus, deren zahlreiche Details und visuelle Informationen auf geradezu „demokratische“ Weise alle gleich scharf und damit sichtbar sind. Die atemberaubenden Ansichten der Orte sind ästhetisch beeindruckend und in ihrer architektonischen Fülle zugleich beängstigend. Hier kämpfen Natur und Zivilisation um die Gebietshoheit: eine Parabel auf die gesellschaftspolitische Eruption, die das Land der Träume aktuell erschüttert.