Giving city a 'lego' up - New York Post 09.03.2010
Artist fixes cracks, toy brick by toy brick
By AMBER SUTHERLAND and JEREMY OLSHAN
The city's infrastructure is crumbling, and there are few funds for repairs, but one artist may have a solution: Legos.
Two weeks ago, German artist Jan Vormann and a team of volunteers began filling in cracks in city buildings with the plastic building blocks. The repairs across the city were done as part of Vormann's "Dispatchwork" project.
"The combination of stone bricks and plastic bricks creates all kind of different contrasts that, in my eyes, illuminate relationships between aesthetics and functionality," the artist said. Using the colorful blocks, Vormann has repaired centuries-old buildings in Europe, as well as the wall of a fast-food restaurant across from Penn Station. The Lego patches were designed to fit precisely into holes in the walls surrounding Bryant and Central parks, as well as building facades in Brooklyn and Manhattan. By yesterday, only the patch on the corner of 32nd Street and Seventh Avenue remained. The others had been removed. "I've never seen anything like that before. It's cool," said Anna Marciano, 20, admiring the 1-by-1-foot patch. "They should put more around the city." Vormann wrote on his Web site, "I went to New York City . . . to support Mayor Bloomberg in his everyday struggle to make this city even more amazing." It was unclear whether the city had any role in the removal of the Legos. A spokeswoman for Bloomberg declined to comment. Shopkeepers at a SoHo boutique where a patch had been placed said they were disappointed it had been removed. "I liked it. It's a nice public-art project," said Francesca Gentile, a saleswoman at Milan Luxury. "It was nice to have it in this neighborhood where everything is corporate. I wish it were still here." Only one block remained yesterday of a patch that had been fitted on a Central Park wall on the Upper East Side. Jackie Rubenstein, 31, said she couldn't believe she had walked by it for days without noticing. "That's a New York thing. There are random things all across the city, but we're so quick getting around that we tend not to notice them."
Jan Vormann
...nur einen Steinwurf entfernt
Eröffnung 02.05.2009, 15 Uhr mit anschliessendem Rundgang
03.05. – 13.06.2009
PRESSEMITTEILUNG
Glänzende, bunte Steine schmücken die Fassaden grauer, rauher und glanz-loser Bausubstanzen. Einschusslöcher und zerstörte Mauerwerke werden durch die Installationen von Jan Vormann in ein neues Licht gerückt, seine Eingriffe provozieren den Kontrast zwischen Fiktion und Realität. Wie Fremdkörper eingesetzt in die Fassade oder doch scheinbar als die unterste aufgedeckte Schicht erscheinen die bunten Flächen aus zusammengesteckten Legosteinen. Jan Vormann überschreitet mit diesen Implantationen die Grenzen der traditionellen Medien. Den herkömmlichen Kunstraum verlassend, interveniert „Dispatchwork“ in die Stadtstruktur von Berlins „neuer Mitte”. Fasst der Begriff Patchwork heterogenes zusammen, so wird dieser Prozess durch das Präfix „dis“ im selben Moment wieder in Frage gestellt, er umschließt unterschiedliche Muster und Strukturen. Übertragen auf den Stadtraum Berlin-Mitte als Kunstraum Vormanns bedeutet dies, dass eine historisch polyzentrische Stadt in dem Bedürfnis nach Struktur unabhängig von Gewachsenem, völlig neu ausgerichtet wurde. Ein in der Mitte — nicht im Zentrum — gelegener, vielgestaltiger Stadtkörper wurde gerade mit einem Blick von Aussen plötzlich als zentrale Einheit der Stadt wahrgenommen. Selbst historisch gesehen eint die Mitte eher eine massive Kriegszerstörung bzw. eine rand- und grenzbezogene Verwahrlosung als eine städteplanerische Idee.
Jeweils nur einen Steinwurf entfernt werden Vormanns Installationen im öffentlichen Raum zwischen der Sophienstaße 18 und der Halle am Wasser in der Invalidenstraße 50/51 zu finden sein wie auch nur einen Steinwurf entfernt von den Steine-werfern am 1. Mai und einen Steinwurf entfernt von seiner akademischen Ausbildungsstätte. Seit 2007 beschäftigt sich Vormann intensiv mit dem Spielzeugklassiker. „Dispatchwork“ wurde bereits in Bocchignano (Italien) und Tel Aviv (Israel) ausgestellt, beide Male in Kooperation mit dem Goethe-Institut.
Parallel zur öffentlichen Invasion präsentiert der Projektraum den Künst-ler Jan Vormann in den Räumen der Sophienstraße 18 mit einer Auswahl kinetischer Installationen, die in einer optischen Täuschung scheinbaren Stillstand zeigen. Dennoch werden sie den kinetischen Grundelementen der Dynamik der fortschreitenden Translation und Rotation gerecht, weil hintereinander geschaltete Zahnräder fortwährend langsamer werden, bis — beim letzten Zahnrad angekommen — für das träge menschliche Auge keine Bewegung mehr wahrnehmbar ist. Maschinell betriebene Inszenierungen von Tatsachen transformieren insofern die Zeit der Passanten und lassen sie für eine Weile in einen Dialog mit den unausgesetzt arbeitenden Maschinen treten. Dieser Aspekt spiegelt sich in allen Arbei-ten Vormanns, ob im öffentlichen Raum oder in einer Galerie. Sie beinhalten den grundlegende Gedanken durch die Ästhetik eine Schnittstelle zwischen Künstler und Betrachter zu schaffen.
